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Aleke Ortrunsdottir und Falko Hadwinson

 

Falko erzählt unsere Geschichte:

Meine Mutter ist die Letzte eines alten Gotengeschlechtes, ihre Vorfahren kamen vor fünf Jahrhunderten von Gotland nach Birka und siedelten sich dort an. 

Soviel vorab. 

Als ich sechs Jahre alt war, wurde mein Vater bei der Jagt auf einen Bären so schwer verletzt, dass er noch am selben Tag an Ort und Stelle verstarb. Seine fünf Freunde, die ihn begleiteten, überbrachten uns die schreckliche Nachricht von seinem Tod. Leider konnten wir ihn nicht selber begraben, da die Jagd sie viele Tagesreisen von uns entfernt hatte. Nach kurzer Zeit wurden wir zu Verbannten, da die Sippe meines Vaters uns nie akzeptiert hatte, sondern nur duldete. Meine Mutter Aleke erzählte mir als kleines Kind oft, wie mein Vater um sie warb und auch um sie kämpfte. Er nahm sie zum Weibe, ohne Mitgift, ohne Land, nur um ihrer Liebe Willen. 

Seine Sippe war deshalb gegen meine Mutter und gegen die Hochzeit, aber wer lässt sich schon mit dem stärksten Krieger der Gemeinschaft ein...... (?) Kurz nach dem mein Vater verstorben war mussten wir alles zurücklassen, außer den Sachen die wir auf dem Leib trugen und was wir mit unseren Händen tragen konnten. Wir begaben uns auf Wanderschaft. Zu unserem Glück war Frühsommer und wir mussten nachts nicht frieren. Wir ernährten uns von wilden Beeren und von kleinen Waldtieren die ich, manchmal auch mit Schlingen, fing. Durch eines dieser Waldtiere, welches wir mal wieder verfolgten, fanden wir eine Höhle, in der mehrere Gänge abzweigten. Diese Gänge führten wiederum zu Höhlen, mal größere, mal kleinere. Früher mussten hier einmal größere, wilde Tiere gelebt haben, denn wir fanden zwei riesige Skelette in einer der hinteren Höhlen. Vor den Eingang der ersten Höhle war viel Gestrüpp, deshalb fanden wir die sie auch nur mit Hilfe des verfolgten Tieres. Das Gestrüpp schützte uns daher auch vor ungebetenen Gästen. Und sie besaß ein kleines, geschütztes Plateau, wo meine Mutter und ich jederzeit die Sonne, oder im Sommer auch die Sterne, genießen und beobachten konnten.

Ja, bis eines Tages Thoranor kam.....

Es vergingen ungefähr drei Jahre, die wir in dieser Abgeschiedenheit verbrachten, da sahen und hörten wir Fremde in der Nähe unserer, inzwischen recht gemütlichen, Höhle. Wir beobachteten sie vorsichtig. Leider verfing sich meine Mutter in einer trockenen Wurzel, die verdeckt war, und fiel hin. Durch diesen Lärm wurden die Fremden auf uns aufmerksam. Als sie sahen, dass es nur eine Frau mit ihrem Kind war, sprachen sie uns an. Nur, wir verstanden kein Wort. Einer probierte es mit Handzeichen und irgendwie haben wir uns verständigt. Sie wollten nur etwas jagen, um ihren Fleischvorrat auf ihrem Schiff wieder aufzufüllen. 

Ich zeigte ihnen, da sie ehrliche Augen hatten, unsere besten Stellen, wo sie auch tatsächlich einiges an Wild erlegten. Aus Dankbarkeit gaben sie uns etwas ab, denn sie jagten immer noch genügend für ihre anderen Freunde, die sie bald wieder aufsuche würden. Die Männer blieben etwa eine Woche in unserer Nähe. Thoranor, derjenige, der uns damals mit Handzeichen zu verstehen gab das sie nichts Böses im Sinn hätten, kam sehr oft zu uns. Vor allem meine Mutter hatte es ihm angetan. Mich nahm er oft zur Jagd mit, damit ich ihnen helfen möge, das Wild aufzuscheuchen. Als uns die Männer verlassen wollte, fragte Thoranor meine Mutter, ob wir ihm begleiten wollten und ob sie seine Weib werden möchte. Er sei noch immer ohne ein Weib, da ihm bis jetzt noch keine gefallen habe. Meine Mutter gab ihm ihre Einwilligung unter der Bedingung, dass auch ich mitkomme und wir in seinem Haus und seiner Sippe willkommen wären. Er versprach es und so zogen wir mit Thoranor und seinen Freunden mit.

 

 

 

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