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Wollin

       

Wollin, an der Mündung der Oder gelegen, war zur Zeit der Wikinger ebenfalls ein Handelszentrum.

Adam von Bremen, der Kirchenchronist des 11.Jahrhunderts, kommt ins Schwärmen, wenn er von der "sehr berühmten Stadt" an der Odermündung im Slawenland erzählt: Es sei wirklich die größte Stadt Europas, "Barbaren und Griechen" hätten dort ihren Treffpunkt, die Waren aller Völker des Nordens fänden sich gestapelt, dem Käufer biete sich unendliche Auswahl; zwar sei das Christentum dort offiziell verboten, aber die Heiden seien ehrenhafter und freundlicher als sonst jemand auf der Welt und ließen jedem seinen Glauben.
 Aufs genaueste beschreibt Adam die Lage des Ortes als "von drei Meeren umspült", einem grünen, einem weißen und einem, auf dem ewig Stürme tobten, und er weiß auch Ruder- und Segelentfernungen zu den nächsten Häfen anzugeben. Man hat die "drei Meere" als das Stettiner Haff, den Camminer Bodden und die freie Ostsee und den von Adam "Jumne" genannten slawischen Handelsplatz als Wollin am Odermündungsarm Dievenow (heute polnisch Wolin) identifiziert. Aufgrund von Adams Beschreibung gilt Wollin deswegen auch als einer der Kandidaten, die beanspruchen, Nachfolger des sagenumwobenen, Im Mittelalter untergegangenen Vineta zu sein. In dänischen Quellen heißt der Ort Jomsburg, unter anderem soll hier König Harald Schönhaar auf der Flucht vor seinen Feinden gestorben sein.

Jährlich findet im heutigen Wolin (Polen) im Sommer ein großer Wikingermarkt mit anschließender Schlacht statt.

 

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