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Haithabu / Danewerk

      

       
      
Als "Hafenplatz, wo Händler aus aller Welt zusammenkommen", schildert der Kleriker Rimbert um 870 die Stadt Haithabu. "Aus diesem Hafen laufen ständig Schiffe aus nach dem Slawenlande, nach Schweden, Samland und anderen", heißt es in der "Beschreibung der Inseln des Nordens", die Adam von Bremen im 11.Jahrhundert seiner Geschichte der Bischöfe von Hamburg anfügte.
Haithabu (wörtlich "Siedlung auf der Heide") war eine Gründung des Dänenkönigs Gudfred, als Kriegshafen angelegt auf der Grenze seines Gebietes und Sachsens, in einer Bucht am Südufer der Schlei gegenüber dem heutigen Schleswig gelegen. Der neue Hafenplatz hatte bedeutende geographische Vorteile, über die Schlei war die Ostsee erreichbar, zur Nordsee bestand eine Verbindung über das Treene-Eider-Flußsystem (mit Schleppstrecken), Landstraßen führten nördlich nach Jütland und südlich ins Fränkische Reich. Sicherheit gewährten ausgedehnte Wallanlagen, die ihrerseits Anschluss an die Grenzbefestigung des Danewerks hatten.
Der Fluss Hedeby bildete den Mittelpunkt der Stadt. Er wurde verbreitert, vertieft und an seinen Ufern mit Holzkais bestückt; die Strände zu beiden Seiten dienten als Ankerplätze für größere Schiffe. Die Straßen verliefen im rechten Winkel zum Fluss Hedeby und parallel zum Ufer des Haddeby Nor (der abgegrenzte Teil des Schleifjords, an dem die Stadt lag). Ein großer, halbkreisförmiger Erdwall, auf dem Palisaden errichtet waren, umfasste die gesamte Siedlung. Zusätzliche Sicherheit bot eine bogenförmige Palisade, die sich in das Haddeby Nor erstreckte und den Strand sowie die Mündung auch vor dem Nordwind schützte. Die gesamte Siedlung einschließlich der Befestigungsanlagen nahm etwa 24 Hektar ein, womit sie die größte Handelsstadt in Skandinavien war. Innerhalb ihrer Mauern hatten Kaufleute und Handwerker ihre Läden, Häuser und 
Werkstätten und es gab zusätzlich Platz für die Zelte fahrender Händler und Käufer.

 

Das Christentum fasste hier früh Fuß, schon 848 konnte Bischof Ansgar eine Kirche in Haithabu bauen.

Das Ende kam 1050, als der norwegische König Harald Hardrada die Stadt niederbrannte. Hedeby hatte seinen Höhepunkt bereits zu Beginn des 11.Jahrhunderts Überschritten, und obwohl die Stadt wiederaufgebaut wurde, war sie nur noch ein Schatten ihres früheren Selbst. 16 Jahre später setzte 1066 ein slawischer Überfall der einst so großen Wikingerstadt endgültig ein Ende.

       

         

Danewerk

Mit seinen Langwällen von ca. 30km Länge ist das Danewerk das größte archäologisch Denkmal Nordeuropas.

Schon früh hatten dänische Könige erkannt, dass dieses Gebiet wegen seiner geographischen Gegebenheit besondere militärische Bedeutung hatte. Die Schleswiger Landenge mit nur 7 km Breite zwischen der Schlei im Osten und der in der damaligen Zeit 

unpassierbaren EIder-Treene-Niederung im Westen bildete eine leicht kontrollierbare Schlüsselstellung.

Das Danewerk bildete die Südgrenze des dänischen Reiches und bildete -einzigartig im frühen Mittelalter- eine "markierte Grenze" im modernen Sinne.

Das Danewerk wurde im 8.Jahrhundert begonnen und bis ins 10.Jahrhundert immer wieder ausgebaut und verbessert. Die Wälle waren teilweise bis zu 5m hoch und 20 bis 30m breit.

      
Wikinger Museum Haithabu (Schloß Gottorf, D-24837 Schleswig)
 

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