Die Wikingerkämpfer

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Wir, die drei Kämpfer des Berlicumer Marketendertrosses, haben uns zum Ziel gesetzt, das Leben und den Kampf der Wikinger vor der vorletzten Jahrtausendwende (also vor 1000 n. Chr.) darzustellen. Aus diesem Grunde beschränken wir uns in der Darstellung der Waffen und Rüstungen ebenfalls auf diesen Zeitraum und die entsprechende Region.

In den ca. fünf Jahren, seitdem wir das erste geborgte Sax-Messer in der Hand hielten, haben wir schon so ziemlich alle "typischen" Waffen der Wikinger geführt. Dank einiger erfahrenner Reenactment-Wikinger in unserem Umfeld herrschte nie ein Mangel sowohl an verschiedensten Waffentypen wie auch an qualifizierten Trainings- partnern, so daß wir stetig dazulernen konnten.

Auch an schlechten Erfahrungen sind wir reicher geworden. So können wir inzwischen ohne Übertreibung sagen, daß mitunter "Aug' um Aug' und Zahn um Zahn" gefochten wird. Die Lehren, die wir daraus gezogen haben und gerne an alle Interessierten weitergeben möchten lautet: "Es ist nie zu warm, um seinen Helm und seine Handschuhe zu tragen" und "Es gibt kein "lockeres Training"!"

Doch genug der mahnenden Zeigefinger...

Die Wikinger-Welt ist reich an Interessantem und so manches Klischee über ständig betrunkene, dreckige, mordlustige, goldgierige blonde Hünen verblaßt bei näherer Betrachtung. Zum Vorschein kommt ein Menschenschlag, der die Bezeichnung, die man heute auf sie anwendet, als Beleidigung auffassen würde. Bedeutet doch "Wiking" nichts anders als Raubzug.

Die Männer aus dem Norden waren sowohl Krieger wie auch weitreisende Kaufleute und hervorragende Handwerker, wie viele Funde überall in Europa beweisen.

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Wer weiß denn z.B., daß man heute annimmt, daß Russland seine Bezeichnung von den "Rus" ableitet. So nannten die ansässigen Slaven die Wikinger, die die dortigen Siedlungen wie z.B. Smolensk oder Kiew als Handelsposten auf dem Weg nach Byzanz zur Blüte brachten.

Ein Blick in die einschlägige Literatur oder ein Besuch auf Mittelalter-Märkten lohnt sich also immer.

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